Unser kleiner Käfer wird flügge

Mima kommt in den Kindergarten

Ein großer Schritt für einen kleinen Menschen steht bevor. Nächste Woche beginnt für uns eine neue Ära, denn unsere Mima wird im Kindergarten eingewöhnt. Für mich ist der Gedanke noch gewöhnungsbedürftig, denn von da an wird sich einiges ändern. Unseren gemütlichen Rhythmus müssen wir wahrscheinlich aufgeben. Mima und ich haben es genossen, in der Elternzeit nicht zwischen 6 und 7 Uhr morgens aufzustehen, was uns als Eulenmenschen sehr entgegen kam. Dann war es auch schön, morgens nicht gleich loshetzen zu müssen. So schön werde ich es wohl bis zu meiner Rente nicht mehr haben 😉

Trotzdem freuen wir uns alle auf die Kindergartenzeit. Eigentlich hätte sie schon im Dezember beginnen sollen, aber da fand ich Mima noch ziemlich klein und schutzbedürftig, deshalb ich ein paar Monate Elternzeit zusätzlich beantragt. Und nun finde ich den Zeitpunkt richtig! Mima kann laufen, „nein“ sagen und sehr deutlich zeigen, was sie will und was nicht. Das scheinen mir ganz gute Voraussetzungen 😉 Für mich war es zwar schön zu Hause, aber ich freue mich darauf, wieder ein paar Vormittage pro Woche arbeiten zu gehen. So paradox es klingt, aber für mich bedeutet das neugewonnene Freiheit, ein Stück meines Lebens von früher. Ich werde wieder kreativ, habe viel mit Menschen zu tun, komme wieder regelmäßig „raus“ und kann mich auf meine Aufgaben konzentrieren, ohne Mimas Mittagsschlaf abwarten zu müssen.

Ich habe auch das Gefühl, dass Mima mehr Kontakt mit anderen Kindern gut tun wird. Wenn wir Besuch von kleinen Spielkameraden haben, geht sie offen auf die anderen Kinder zu und sie beschäftigen sich mehr oder weniger gemeinsam. Diese Vor- oder Nachmittage gehen immer viel schneller rum. In letzter Zeit beschäftigt sie sich nämlich leider viel zu oft mit den Pflanzen und der Stereoanlage. Ich hoffe, dass sie sich im Kindergarten etwas austobt und unsere Wohnungseinrichtung künftig etwas weniger leiden muss 😉

„Waaaas???? Du willst deine Kleine JETZT SCHON in den Kindergarten stecken?“, diese entsetzte Frage habe ich ob meiner Pläne in letzter Zeit häufiger gehört, meistens von älteren Frauen. „Ja, ich glaube, sie ist mit ihren knapp 16 Monaten bereit dafür. Es geht hier auch erst mal nur um drei Vormittage zu je vier Stunden. Und ich habe von der Einrichtung, in die sie gehen wird, einen sehr positiven Eindruck gewonnen. Sie kennt die Erzieherinnen schon ein wenig, ein paar der Kinder und den Raum, weil dort die örtliche Krabbelgruppe stattfindet“, habe ich dann stets geduldig geantwortet. Wobei ich diese entsetzte Frage in der heutigen Zeit nicht verstehen kann. Ich hoffe doch, dass wir allmählich die Zeiten überwinden, in denen man als „Rabenmutter“ gilt, wenn man keine Lust auf ein dauerhaftes Hausfrau- und Mutter-Dasein hat. Ich finde auch, dass es eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung jeder Familie ist, wann das Kind in den Kindergarten kommt, ob, wann und wieviel die Eltern arbeiten etc. Eine andere Mama hat mir neulich erzählt, dass ihr ältester Sohn erst mit drei Jahren gehen soll. Und sie wurde daraufhin ebenso kritisiert wie ich. „Wieso so spät? Kannst du dein Kind nicht früher schicken!“, bekam sie zu hören. Wir mussten laut lachen und waren uns beide einig, dass man es niemandem recht machen kann. Soll man auch nicht, denn recht machen muss man es nur sich selbst und seiner eigenen Familie!

„Was machst du, wenn Mima noch nicht reif ist für den Kindergarten und es nicht tut?“, bohrten die älteren Frauen weiter. „Hallllooo, es geht hier um 12 Stunden wöchentlich und nicht um 12 Stunden täglich“, habe ich einmal ausgerufen. „Sie ist dann ja immer noch die überwiegende Zeit bei mir. Und wenn es gar nicht klappen sollte, dann probieren wir es ein paar Wochen später erneut. Etwas mehr Vertrauen bitte!“ Für mich ist es das allerwichtigste, dass es Mima gut geht und sie glücklich ist.

Bei unserem Eingewöhnungsgespräch ist sie schon freudig in die verschiedenen Räume vom Kindergarten gerannt und auf Entdeckungstour gegangen. Papa Majsan und ich mussten detaillierte Fragen beantworten wie „Womit spielt sie gerne? Wer darf sie vom Kindergarten abholen? Hat sie Angst vor bestimmten Tieren? Darf sie etwas nicht essen?“ Dann haben wir erfahren, dass wir nächste Woche erst einmal eine Stunde am Tag im Kindergarten verbringen, also Mima und ich. Das wird dann kontinuierlich gesteigert und ich werde mich bei Erfolg immer mehr zurückziehen.

Erst mal muss ich jetzt übers Wochenende meine „Hausaufgaben machen“: den Antrag ausfüllen, noch fehlende Sachen wie zum Beispiel Regensachen kaufen, Fotos machen und mitbringen etc. Ein verfrühtes Ostergeschenk für meinen kleinen Kindergarten-Käfer habe ich auch schon entdeckt: Als hätte ich es bestellt, hatte Aldi diese Woche Marienkäfer-Rucksäcke 😉 Eine neue Trinkflasche habe ich auch schon besorgt und so gerüstet, kann es dann nächste Woche losgehen. Wir sind sehr gespannt und freuen uns darauf!

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Ein Gedanke zu „Unser kleiner Käfer wird flügge

  1. Pingback: Zwischen Kugelbahn, Bobbycar und kleinen Spielkameraden | mamamajsan

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