Wie Alice im Wunderland

Zeitschrift „Flow“ entspannt und inspiriert

Wer bin ich und wie finde ich mich selbst? Warum kann es manchmal sogar nützlich sein, wütend zu werden? Wie mache ich gute Fotos für meinen Blog? Über diese und noch viel mehr interessante Themen habe ich in der letzten Zeit Artikel gelesen – und zwar in der Zeitschrift Flow. „Inspiration, Ideen, Einblicke, Anstöße“ steht außen auf dem Heft. Um mich für diesen Artikel zu inspirieren, musste ich mir zunächst einmal die aktuelle Ausgabe Nummer 7 besorgen. Gleich im Editorial schreibt Chefredakteurin Sinja Schütte, dass sich ihr Leben lebendig anfühlen soll. Genau das denke ich auch – vor allem Mima macht mein Leben automatisch lebendig 🙂 Seit ich Mama bin, mache ich mir mehr Gedanken um das Leben allgemein und bin achtsamer geworden. Das muss ich auch, denn schließlich denke ich jetzt nicht nur für mich, sondern auch für einen kleinen Menschen mit.

Neulich war ich mit Mima spazieren. Es war ein herrlicher Wintermorgen mit strahlendem Sonnenschein. Ich beobachtete bewusst, wie der Wind die Grashalme bog und genoss den Blick auf Täler und Burgen. Genauso geht es mir mit der Flow. Ich koche mir eine Tasse Tee, genieße die Wärme und den Duft und tauche ein in die bunte Welt der Zeitschrift. Ich kann damit entspannen, philosophieren, kreativ sein. Genau das Richtige, wenn Mima abends im Bett liegt!

Allein schon die Aufmachung der „Flow“ hat mich magisch angezogen. Ich stand im Buchladen an der Kasse, als mein Blick auf die Zeitschriftenwand fiel. Unter den vielen Titel bestach ein Heft durch einen „Retro-Look“. Und weil ich sowieso auf so etwas stehe, sah ich mir das Heft genauer an. Als ich außen ein Zitat entdeckte und eine Art aufgeklebtes Lesezeichen, auf dem für die Artikel im Inneren geworben wurde, fühlte ich mich gleich wie Alice im Wunderland. „Muss ich haben!“, dachte ich und legte das Heft zu meinen Einkäufen dazu. Abends blätterte ich durch und stieß auf interessante Themen und kleine Geschenke im Inneren, wie etwa Postkarten, die man verschicken kann (in Zeiten von whats app schon sehr retro 😉 oder kleine Kärtchen mit Sprüchen für jeden Tag des Jahres. In der Sommerausgabe entdeckte ich ein Malbuch für Erwachsene. Das nahm ich zusammen mit meinen Original-Buntstiften aus der Kinderzeit mit in den Urlaub und fing abends in der Ferienwohnung an zu malen. Das hatte ich bestimmt schon über 20 Jahre nicht mehr gemacht! Was für ein Spaß und entspannend war es noch dazu.

Irgendwie erinnert der Stil der Flow an die 50er und 60er Jahre oder auch ein bisschen an die Poesiealben, die man früher als Mädchen hatte. Das Papier fühlt sich toll an, weil es so dick ist und hat was von einem „alten Wälzer“. Sehr angenehm, im Gegensatz zu den sonstigen Hochglanzheftchen, die vollgestopft sind mit Werbung und schreiend bunten Fotos. All das hat natürlich seinen Preis. Im Handel kostet das Heft 6,95 Euro. Die Flow stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde in Deutschland vom Verlag Gruner + Jahr lizensiert. Die erste deutsche Ausgabe erschien im November 2013. Spiegel-Online-Autor Sebastian Hammelehle beschrieb den Erfolg des Magazins im Mai 2014 und kritisierte, dass hier mit „Retro-Ästhetik die Realität ausgeblendet wird“. Weiter schreibt er, dass „Flow“ sich offenbar an eine Zielgruppe von Leserinnen richtet, die vor den Zumutungen der Zeitungslektüre geschützt werden möchte und den Rückzug aus einer als bedrohlich empfundenen Welt angetreten hat. Oha! Also das sehe ich ganz anders: Immerhin mute ich mir die Zeitungslektüre morgens und nachmittags zu, soweit es Mima zulässt und wir hören viel Radio. Und den Rückzug aus der Welt habe ich auch nicht angetreten. Ganz im Gegenteil: Ich gehe jetzt achtsamer durch wie bei dem beschriebenen Spaziergang.

Früher habe ich solche Dinge wie Gräser, die sich im Wind biegen, gar nicht bemerkt. Termindruck, keine Zeit, tausend Dinge im Kopf! Erst durch Mima habe ich gelernt, die Welt wieder mit den Augen eines Kindes zu betrachten. Neulich quoll bei uns das Altpapier über und unsere Tonne war schon ziemlich überfüllt. „Wohin mit dem Zeug?“, fragte ich mich. Nachdem ich in der Flow einen Artikel gelesen hatte über Leute, die sich in Werkstätten treffen und kreative Dinge schaffen wie Kleider oder kleine Möbel, kam mir die Idee, die ganzen leeren Pakete zu behalten. Ich zeigte Mima, wie man große Schachteln in kleine Schachteln stapelt und anschließend die kleinen Schachteln wieder herauszieht. Wir hatten einen Riesenspaß damit. Die Kartons fliegen immer noch bei uns rum und ich überlege, ob wir sie bunt bekleben sollen.

Zumindest bei mir kommt der Flow (in der Psychologie die Bezeichnung für einen „Schaffensrausch“) von der Zeitschrift Flow also prima an! Mir kommen viele neue Ideen, wenn ich beispielsweise einen Artikel lese über eine Autorin, die nach Schweden ausgewandert ist und dort das Leben als langsamer empfindet. Oder wenn ich mich über Coaching in Jobfragen informiere wie im aktuellen Heft. Auch ein Porträt über die Malerin Frida Kahlo in einer früheren Ausgabe fand ich interessant, genauso wie den Artikel aus der aktuellen Ausgabe darüber, wie man für sich und andere sorgt. Das ist doch ein wichtiges Mama-Thema! Inspirationen für meinen Blog habe ich natürlich auch schon gefunden und umgesetzt. Zum Beispiel diesen Text 😉

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Ein Gedanke zu „Wie Alice im Wunderland

  1. Pingback: Wer sucht, der findet …. auch nix mehr! | mamamajsan

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